Dienstag, 25.04.2017

Brisbane und Fraser Island Tour

An unserem letzten Tag in Brsbane waren wir erstmal in der library, um unsere restlichen Hostels zu buchen und alles mal aufzuschreiben, damit wir mit den ganzen Touren und Busfahrten nicht durcheinander kommen. Dann sind wir zurueck zum Hostel. Sind dann mit der kostenlosen City Hopper Faehre nach Kangaroo Point (Stadtteil) gefahren, denn dort fuehrte ein schoener Weg entlang der Kueste zurueck zur City. Um uns die Zeit zu vertreiben haben wir Leute dabei beobachtet, wie sie Fotos vor den Brisbane Buchstaben machten. Als es dann dunkel wurde sind wir nochmal auf die Faehre und sind die ganze Runde gefahren. Hat 1 1/2 Stunden gebraucht! :D Danach war uns ziemlich kalt und wir sind schnell zurueck ins Hostel. Dort hat man unsere Kuehltasche wohlso bloed in der Gegend rumgeschleudert, dass der ganze Joghurt darin verteilt war. Nach einer langen Saeuberungsaktion gabs dann Abendessen.
Unser Bus nach Noosa am naechsten Tag ging um 10:30Uhr. In Noosa wurden wir von einem Shuttle zum Hostel gebracht. Falls sich jetzt irgendjemand denkt: aber ihr wolltet doch ins Bushcamp zum Kanufahren? Jaja, das war der Plan, aber da wir es quasi kostenlos dazubekommen haben und uns die Erfahrungsberichte erschaudern lassen haben, haben wir das gecancelt :D
Am einzigen ganzen Tag in Noosa waren wir im Noosa National Park, in den man gleich ueber den Strand kommt. Dort sind wir den Coastal Walk gelaufen. Der war schoen, bis auf den einen Strand, wo uns ploetzlich ein aelterer, unbekleideter Mann entgegen kam... Das war wohl ein inoffizieller FKK-Strand.
Ueber den Weg gelangten wir auch in die Stadt (unser Hostel liegt im Vorort Sunshine Beach). Wir sind ein bisschen am Strand und in der Stadt entlang gelaufen, bis der Hunger sich meldete. Wir haben eine Burgerbude entdeckt, vor der eine beachtliche Schlange stand und da es das guenstigste war haben wir uns entschieden einen Burger zu probieren. Die Kette schien wohl sehr beruehmt zu sein, deshalb wollte ich auch testen, ob es an den Q-town Fergburger rankommt. Nein, tut er nicht. Ich hatte einen Chickenburger, aber der war erstens recht klein fuer den Preis und zweitens nix Besonderes. Nur Chicken, Salat, Tomaten und Sosse. Naja den Hunger hats gestillt :P
Danach sind wir noch einkaufen gegangen und zurueck zum Hostel gelaufen. Am naechsten Tag ging unser Bus nach Hervey Bay, von wo die Fraser Tour startet. NAchmittags haben wir im Hostel eingecheckt und spaeter gab es eine Einfuehrung. Man darf keinen grossen Backpack mitnehmen und Duschen gibt es auch nicht. Also war leben mit dem Noetigsten angesagt. Wir wurden alle in Gruppen eingeteilt und sollten all unser Essen einkaufen. Wir beide haben dann aber nur zweit eingekauft. Das hat unser Geldbeutel jubiliert! Luise und ich haben dann auf Sandwich Produktionsfirma gemacht :D Das Essen sollte fuer diese Tage also sehr einfach ausfallen. Der naechste "Morgen" begann bereits vor 5Uhr, da ich nochmal duschen wollte. Um 6Uhr mussten wir auschecken und dann gabs nochmal Sicherheitsvideos. Danach haben wir uns in die 4 Vierradantriebsautos aufgeteilt und sind zur Faehre gefahren. Luise und ich waren in einem Auto mit 5 anderen deutschen Maedels. Um 8:40Uhr ist die Faehre dann auch endlich losgefahren.
Auf Fraser Island (die groesste Sandinsel der Welt) sind wir dann zu unserer ersten Destination Lake Birrabeen gefahren. Das Wetter war leider nicht besonders gut, hat zwischendurch immer geregnet. Der Sand bei dem Strand war richtig weiss und wir sind dann alle schwimmen gegangen. In den See fallen immer so Blaetter, die ihr Oel an das Wasser abgeben, sodass es irgendwie gut ist fuer die Haut. Zum Glueck sind alle Seen hier Suesswasser. Es ging dann nach dem Lunch (unbefriedigendes Labbertoast-Sandwich :/ ) weiter zum Lake Wabby. Der Weg dorthin fuehrte ueber eine riesige Duene, sodass man sich wie in der Wueste fuehlte, nur das daneben gleich Regenwald war. Es ging dann steil runter zum See, indem so kleine Fische schwimmen, wie im Spa, die an einem knabbern. Nach diesem Lake ging es dann ins Camp. Es war am Strand hinter einer Duene. Zwei grosse Zelte, unter einem Tische und (viel zu hohe) Baenke, Grills und ein kleiner Wagen, in dem Essensboxen und ein Herd war. Unter dem anderen waren die Zelte. Wir waren schon um 17Uhr a und dann war es nur so ein Rumgesitze und spaeter Abendessen. Fuer Menschen, die es moegen rumsitzen und zu trinken mag es viellleicht spassig sein, aber so ein Mensch bin ich nun mal nicht. Wir sind irgendwann mit ein paar Leuten nochmal an den Strand und die Sterne waren dort richtig krass. Spaeter kam dann die ganze Horde und hat die Ruhe weggetragen. ;D Irgendwann waren wir aber so mega muede, dass wir schlafen mussten. Eines sei schonmal gesagt: ich moechte nie wieder in meinem Leben zelten! Ich habe so schlecht geschlafen, da es extrem hart war und auch ziemlich kalt. Um 7Uhr morgens wurdem wir dann alle mit "Hangover" geweckt. Sehr unsanft. Dann wurde erstmal gefruehstuckt. Das viel auch nicht wirklich luxurioes aus. Haferflocken mit Milch, aber ungequellt. Um 8:30Uhr gings dann los. Luise und ich mussten diesmal in ein anderes Auto, da in dem einen noch zu viele Fahrer waren. Ab jetzt waren wir im Auto von unserem Guide Tony und eigentlich nur anderen Deutschen. In dem Auto sassen wir uns gegenueber und man wurde ganz schoen krass durch die Gegend geschleudert. Unsere erste Station war Eli Creek. Ein Auslaeufer eines Wasserfalss, in dem man reinkonnte und dann durch die Stroemung zum Ende getrieben wurde. Zweiter Halt waren die Champagne Pools. Ueber so Gesteinsformationen schwappt da eben das Meerwasser rueber und es entstehen Blaeschen. Dritte Station: Indian Head, der oestlichste Punkt auf Fraserw, von dem aus man 360Grad Blick ueber die Insel hatte. Oft kann man dort Haie und Delfine im Meer sehen, aber da ich wie bekannt kein Glueck mit Tiersichtungen habe, haben wir auch keine gesehen. Auf dem Rueckweg zum Camp waren wir noch beom Maheno Shipwreck, dass von 1905-1935 zwischen Aussie und NZ gefahren ist und auch als Krankenhausschiff (?) fungiert hat. 1935 wurde es dann von einem Cyclone bei Fraser angespuehlt und liegt seitdem dort. Bevor wir ganz zurueck sind haben wir nochmal Halt gemacht beim Eli Creek, damit alle die im Salzwasser waren sich abwaschen koennen.
Am Abend gabs dann wieder den gleichen Couscous und das gleiche Abendprogramm: Leute beim sich betrinken beobachten. Die zweite Nacht konnte ich wenigstens besser schlafen und diesmal wurden wir auch sanfter geweckt. NAch dem Fruehstueck wurden alle Sachen gepackt und nochmal sauber gemacht, dann sind wir zum einzigen Ziel des Tages: Lake Mackenzie. Der war richtig schoen und die Sonne hat richtig schoen und die Sonne hat zum Glueck froehlich vor sich hingeschienen. Unser Guide hat gesagt, dass man sich mit dem Sand dort die Haare waschen kann, das wurde natuerlich sofort ausprobiert und tatsaechlich fuehlten sich die Haare danach frischer und weich an. Trotzdem ersetzt es keine Dusche. Um meinen weissen Bauch zu braeunen haben wir uns die ganze Zeit gesonnt. Zum Lunch sind wir dann zum Kingfisher Resort und von dort mit der Faehre zurueck aufs Festland. Im hostel haben wir dann wieder eingecheckt, eingekauft, ich habe ausgiebig Sport gemacht und dann endlich wieder geduscht. Mein Bauch ist tatsaechlich brauner, ich habe aber auch einen leichten Sonnenbrand am Oberkoerper bekommen. Wir haben dann noch gekocht und uns dann unseren verdienten Schlaf in einem Bett geholt.
Fazit zur Fraser Island Tour: Ich war ja anfangs sehr skeptisch gegenueber Allem, aber im Grossen und Ganzem hat es Spass gemacht, man hat schoene Sachen gesehen und besonders das Durchschuetteln im Auto war irgendwie lustig :D Auf die harten Yogamatten, die nicht vorhandenen Kissen und Duschen und den Alkoholkonsum der Anderen haette ich aber verzichten koennen :P

  Sunshine Beach vom Noosa National Park aus.

Main Beach in Noosa

Burger in Noosa, die definitiv nicht an den Fergburger rankommen ;)

Sandwich Factory :D

 Lake Birrabeen

Lake Wabby

Der Sternenhimmel ueber Fraser Island !

Ein Dingo! Die sind auf Fraser Island sehr verbreitet und man muss auch aufpassen, weil die einen natuerlich auch angreifen koennen. Deshalb mussten wir immer, wenn wir unser Camp verlassen mit Dingo-Sticks durch die Gegend laufem :D

 Unsere Autos

   Die Champagne Pools

 Ausblick vom Indian Head aus

Cars in action!

 Maheno Shipwreck

Lake Mackenzie und ein Gruppenfoto :)

Sonntag, 16.04.2017

Sydney, Blue Mountains, Byron Bay und Brisbane

Nächster Tag in Sydney! Heute wollten wir nach Manly (ein Stadtteil ziemlich am Ende des Hafens) mit der Fähre fahren. Hatten ziemlich die Touri-Massen unterschätzt und so stand eine riesige Schlange an. Wir konnten erst mit der Fähre um 12Uhr fahren und mussten leider auch drinnen sitzen, weil es gestopft voll war draußen. In Manly sind wir erstmal etwas durch die Stadt gebummelt und haben dann unseren Walk begonnen. Der ging 10km an der Küste zur Spit Bridge. Der Weg war ganz nett, aber halt ein City Track, sodass man eigentlich immer auch Häuser blickte. Außerdem war es verdammt heiß :D Es war eine schöne Abwechslung zur Großstadt. Nach nichtmal 3 Stunden waren wir angekommen und sind mit dem Bus zurück zur City und ins Hostel. Am Abend hats krass geregnet und sogar geblitzt, zum Glück waren wir da nicht mehr draußen.
Montag war Shopping-Tag! Und das war nach 9 Monaten echt mal wieder nötig! Natürlich wurde ich beim H&M fündig.
Nach dem shoppen sind wir zum Darling Harbour gelaufen. Das Wetter war so ranzig kalt mit ein bisschen Regen und extrem windig, dass wir uns in einer Mall die Zeit vertrieben haben. Später sind wir dann in die State Library und Luise hat eine kleine Lebenskrise bekommen, weil sie nicht wusste, ob sie mit reisen soll oder noch weiter auf Jobsuche gehen soll. Ich hab dann vorgeschlagen, dass wir doch einfach mal ein paar Recruitment Agencies abklappern, so hab ich das in Christchurch ja auch gemacht. In Aussie sind die aber irgendwie seltsam.
Am Dienstag sind wir dann mit der Bahn nach Bondi Beach gefahren, der ist ja weltberühmt. Für mich letztendlich aber nur ein Strand wie jeder andere :D
Trotzdem ganz schick. Aber das Wetter war schon wieder recht bescheiden, sodass der Strand sehr leer und es richtig windig war. Deshalb saßen wir nicht so lange am Strand. Sind dann noch ein Teil vom Coastal Walk gelaufen und dann zurück in die City. Abends sind wir nochmal zur Harbour Bridge und Opera House.
Mein Fazit zu Sydney ist: etwas überbewertet und hektisch, aber ich habe einfach bemerkt, dass ich kein Großstadtmensch bin. Melbourne hat mir aber besser gefallen.
Am Mittwoch sind wir dann nach dem Auschecken mit der Bahn nach Katoomba in den Blue Mountains National Park gefahren. Das hat 2 Stunden gebraucht. Wir sind dann noch zu den Three Sisters gelaufen, das ist so eine große Gesteinsgruppe. Am nächsten Tag waren dann Wanderungen angesagt. Zuerst vom Echo Point (3 sisters) zu den Katoomba Falls und dann in die andere Richtung zu diversen Lookouts. Der National Park sah wirklich sehr schön aus und die Luft war so viel besser als in den Cities. Sehr wohltuend. Wir sind dann nach dem Mittagessen mit dem Zug nach Wentworth Falls gefahren und wie der Name schon sagt, gab es dort einen Wasserfall. Zu dem sind wir dann über einen Waldweg gelaufen. Die Falls fielen richtig tief nach unten, das war krass! Es ging dann an der Klippe so ewig viele Treppen nach unten und da wir dachten man hätte da nen tollen Ausblick sind wir einige nach unten. Als der Blick auf die Falls aber irgendwie immer mehr verschwand sind wir wieder hoch gelaufen und dann einen Weg unter einem Klippenvorsprung zu diversen Lookouts gelaufen. An dem Tag habe ich es etwas bereut meine Hikingboots nicht mitgenommen zu haben, da es stellenweise doch recht matschig war, aber meine Schuhe haben es überlebt aufgrund artistischer Einlagen über den Matsch :D
Freitag gings dann zurück nach Sydney. Dort haben wir ganz dreist unsere Backpacks in dem Hostel, in dem wir vor Katoomba waren gelagert, da es dort um einiges billiger war als am Bahnhof. Dann sind wir in einen Park, wo ich erstmal Sport gemacht habe. Leider war der Boden irgendwie noch feucht und so war meine Hose danach nass und mein weißes (!) Sporttop nicht mehr ganz so weiß...
Als wir dann losgegangen sind zum Supermarkt haben wir leider feststellen müssen, dass echt ALLE zu hatte wegen Karfreitag. In einer Stadt wie Sydney! Einfach krass. Dann mussten wir uns bei einem schweineteuren Convenience Store eindecken, wo Obst 1,50$ gekostet hat -.- Habe mir dann aber noch einen Snack Wrap von McDonalds mitgenommen. Der war wenigstens günstig, aber hat geschmeckt wie alles andere vom Maccas...
Um 18Uhr ging mein Bus nach Byron Bay, schon wieder über 12 Stunden Fahrt hatte ich vor mir. Die Luise hat leider nicht rechtzeitig gebucht und musste einen anderen nehmen.
Um etwa 7Uhr kam ich morgens in Byron Bay an und bin erstmal zum Strand. Später kam dann Luise an und wir haben unser Gepäck bei Greyhound gelagert, dort wurden wir dann angelabert und mit Tourangeboten erschlagen. Für mich war das alles viel zu viel, weil ich eigentlich einen gechillten Urlaub wollte ohne tausende von Dollar auszugeben. Tja, letztendlich haben wir uns doch überreden lassen und 815$ (NZ Dollar) für die Touren gezahlt... Man darf gespannt bleiben. Wir sind noch zum Lighthouse gewandert und um 16Uhr ging der Bus nach Brisbane.

Dann war auch schon Ostern! WIr sind morgens gleich einkaufen gegangen für unseren Brunch, wir haben uns sogar 2 Schokoosterhasen gekauft :) Auf der Dachtereasse haben wir uns dann vollgestopft. Danach waren wir erstmal die City erkunden. An der Southbank gibt es so ein tollen künstlich angelegten Strand da sind wir am Nachmittag hin. Abends haben wir unsere Osterhasen verspeist. Unglaublich, aber war ich habe tatsaechlich 75g Schokolade gegessen!!
Am Montag wollten wir dann ins Lone Pine Koala Sanctuary, haben aber erstmal den ersten Bus verpasst und mussten eine Stunde auf den naechsten warten. Aber es hat sich gelohnt. In dem Zoo sind eben alle moeglichen Tiere Australiens und sogar Schnabeltiere!!!! OMG die sind so süß! Richtig cool war der der "Streichelzoo". Anders als in NUernberg gab es hier aber Kaengurus, Wallabys und Emus, die man fuettern und streicheln konnte!! Mein Highlight war aber natuerlich das Foto mit dem Koala. Meiner hieß Rodney und war echt ganz schoen schwer :D Und er hat mir mit seinen Krallen in de Schulter gestochen!

 Sydney Opera House &

 Harbour Bridge

 einer der vielen Ausblicke beim Coastal Walkway von Manly

 die 3 Sisters im Blue Mountains National Park (naja die 3rd sister bin auf dem Bild ich :D)

 Die mega hohen Wentworth Falls

 der National Park

 Leuchtturm von Byron Bay

 Osterbrunch in Brisbane 💗

 Ein swimmingpool mitten in der Stadt!

Chilling with my kangaroo bros :D

 

Und Koalas sind einfach unglaublich putzig! 🐨

Die Brisbane Buchstaben :)

Sonntag, 09.04.2017

Von Melbourne nach Sydney

Am Donnerstag war ich morgens Sport machen und bin dann zur Flinders Street Station, um mir ein Bahnticket zu kaufen. Was irgendwie voll blöd war, dass ich mir so eine Bahnkarte kaufen musste und auf die dann nochmal Geld tun musste. Und das für einen Tag! Bis ich das erstmal gecheckt hab, hat es etwas gebraucht und dann bin ich nach Brighton Beach gefahren. Von der Bahnstation aus führte ein Weg am Strand entlang zu den berühmten Beach Boxes von Melbourne. Die bekannteste ist wahrscheinlich, die mit der Aussie Flagge, vor der habe ich mich gleich mal fotografieren lassen :D
Habe am Strand dann meine mitgebrachten Nudeln gemampft und wollte dann nach St. Kilda laufen, da es mir zu blöd war mit der Bahn zu fahren und zu zahlen. Also gings fast 2 Stunden am Strand entlang nach St. Kilda. Dort ist der Luna Park, ein Vergnügungspark, dessen Eingang auch ein beliebtes Fotomotiv ist. Bin dann noch erwas durch die Straßen geschlendert, habe mal wieder einen Smoothie getrunken und bin dann mit der Tram zurück in die City. Habe mich kurz im Hostel ausgeruht und mal in einem Reiseführer geschmökert.
Abends bin ich dann auf den Eurka Tower gefahren, Melbournes höchstes Gebäude. In weniger als 40 Sekunden gings in den 88. Stock, das haben meine Ohren auch gespührt :/
Von oben hat man eine genial Aussicht auf Melbourne. Und ich konnte sogar den Sonnenuntergang von oben beobachten. Ich habe ziemlich lange dort oben verbracht und bin dann noch an der Promenade gelaufen und die Skyline genossen. So eine Großstadt bei Nacht hat eine ganz eigene Atmosphäre.
An meinem letzten Tag habe ich morgens Sport gemacht, da ich ja auschecken musste. Nach dem Duschen und Frühstücken bin ich dann nochmal auf die Queen Victoria Markets. Dort habe ich mir mal wieder Obst gekauft und diesmal ein Vegetable Pie. War auch sehr spicy aber lecker :) Dann wollte ich eigentlich zur State Library, aber ich hatte schon wieder vergessen mein Taschenmesser aus der Tasche zu nehmen. Das hat mir ja schon am Flughafen und beim Skydeck Probleme bereitet. Bei der Library gabs auch do Metalldedektoren und da hatte ich keine Lust drauf. Also bin ich zurück zum Hostel gelatscht hab meine Markteinkäuft und mein Taschenmesser dort gelassen und bin dann wieder zur Library. In dieser gibt es einen riesigen, "runden" Leseraum mit mehreren Stockwerken, in denen Verschiedenes ausgestellt wurde. Zum Beispiel wichtige Bücher der Menschenheit, wie die neunte deutsche Bibel, die in Nürnberg veröffentlicht wurde. Ich konnte sie aber nicht lesen, weil es Altdeutsch war :D
Danach bin ich noch ein wenig in der Gegend rumgelaufen, da ich spätestens um 17Uhr im Hostel sein musste, da sie danach die Tür zu machen und man nur mit Schlüssel reinkommt, den ich ja nicht mehr hatte. Habe dort dann Videos angeschaut, gesurft und gegessen bis etwa 21Uhr. Dann habe ich mich zur Southern Cross Station zu meinem Greyhound Bus aufgemacht. Greyhound ist quasi der Intercity Australiens, nur nimmt es hier aufgrund der Größe Aussies ganz andere Dimensionen an als in NZ. So stand mir eine 12 Stundenfahrt bevor. Das einchecken war easy und der Bus bis zum letzten Platz voll. Um 2Uhr morgens haben wir irgendwo im nirgendwo Rast gemacht und dort habe ich eklige Krabbeltiere gesehen. Bäh! Ich weiß schon, warum ich Neuseeland preferiere. Da das Wify im Bus nicht funktionierte wurde mir irgendwann echt richtig langweilig und die Zeit ist nur so vor sich hingekrochen.
Um 10Uhr morgens kam ich dann endlich in Syndey an und wurde von der Luise (Freundin aus Deutschland) abgeholt! :) Wir sind dann zum Hostel und ich habte mich menschlich gemacht. Auf dem Weg zum Harbour sind wir über zwei Märkte gestolpert und haben Obst gekauft. Danach gings endlich zu den Hauptattraktionen: Harbour Bridge und Opera House. Es ist ein komisches Gefühl dorr zu sein, weil man es immer im Fernseher und so sieht und jetzt auf einmal live :D Sieht aber wirklich toll aus und wir sind dann noch in den Botanic Garden gegangen, von dem man coole Aussichten auf den Harbour hat. Da uns der Hunger geplagt hat sind wir in die Westfiel Shopping Mall Fressmeile und haben uns yummy japanische Gerichte gekauft. Nach einer Verdauungspause gings zurück zum Hostel durch den Hyde Park. Da war auch noch irgendeine große Kirche... da habe ich jetzt aber den Namen vergessen.

 Brighton Beach Box :)

 Melbourne von oben

first glimpse of Sydney

Mittwoch, 05.04.2017

Auf nach Aussie!

An unserem letzten gemeinsamen Tag sind Mum, Isi, Grazi und ich noch etwas durchrs diesmal sonnige und warme Auckland gelaufen und sind dann am Hafen Essen gegangen. Das war nochmal ein richtig schöner Abschluss und richtig leckeeeer! Danach haben wir uns zum Auto aufgemacht und sind dann weiter zum Mt. Eden gefahren. Den sind wir dann nach oben gelaufen und hatten eine klasse Aussicht über Auckland. Ich war ja vor 8 Monaten schon dort oben, deshalb habe ich es auch empfohlen. So hatten wir auch nochmal ein bisschen Auslauf vor unseren Flügen. Dann gings auf zum Flughafen und ich muss sagen die drei waren wahrlich ein Glücksbringer :D Wir hatten immer gutes Wetter und wenn es mal nicht so gut war, wie beim Fox Glacier oder Alpine Crossing wurde daraus immer ein kleines Abenteuer!
Jedenfalls wurde das Wetter schlecht als wir am Flughafen waren. Erstmal haben die anderen eingecheckt, da ich ja eigentlich dachte, ich hätte schon online eingecheckt. Das war dann aber doch nicht so und ich musst ewig darauf warten, dass mein Check-In Schalter öffnet. Nach ewigem Rumstehen konnten wir dann endlich woanders hin. Haben noch Souvenirshops durchstöbert und ein bisschen was gegessen. Dann musste ich zu meinem Gate. Die anderen waren noch die ganze Zeit da und standen sogar in der Schlangen zum boarding :D
Tja und dann war ich wieder alleine. Zum einen war es natürlich traurig, dass meine Mum, Isi und Grazi jetzt nicht mehr dabei sind, zum anderen habe ich mich richtig gefreut auf die Herausforderung alles alleine zu "meistern". Das Flugzeug war recht klein und der Platz auch recht beengt. Ich saß in der Mitte zwischen einem Mädchen und einem riesigen Kerl, mit dem ich fast kuscheln musste, weil er kaum Platz hatte :D
Am Anfang habe ich noch ein Video auf meinem Handy geschaut, mir wurde aber ziemlich schnell klar, dass es keinen Sinn hat. Also habe ich Musik angemacht und versucht in den verschiedensten Positionen zu schlafen. Und oh Wunder, es hat gut geklappt. Ich hab den ganzen Flug über mit nur kurzen Unterbrechungen gepennt. Was auch gut war, wenn man bedenkt, dass mir eine Nacht im Flughafen bevorstand.
Nach fast vier Stunden war ich dann also in Aussie, und habe das erste Mal nach 8 Monaten mein Neuseeland verlassen. Ich hatte voll Panik vor der Einreise, da ich gehört hatte, dass die so streng sein sollen, aber ha ich musste nur zweimal meinen Pass zeigen und im Flugzeug so den Einreisezettel ausfüllen und das wars :D Da waren die Kiwis strenger.
So und dann war ich also im Flughafen und suchte nach einem guten Übernachtungsplatz. Die besten Plätze ohne Armlehnen und mit Steckdose waren leider schon belegt, also habe ich mich erstmal irgendwo hingesetzt und Nüsse gestopft. Ich bin hundertmal mit meinem Rucksack (der jetzt so schön leicht ist) auf und ab gelatscht, bis ich mich letztendlich dazu entschieden haben auf einer Sitzreihe neben so Check-In Schaltern zu nächtigen. Meine Konstruktion war recht clever, erst habe ich meinen Backpack umgeschnellt und gegen eine Armlehne geleht und mich seitlich auf den Stuhlgesetzt, sodass er mir als Lehne diente. Meinen kleinen Rucksack habe ich umklammert und mich mit meiner grünen Jacke zugedeckt. Irgendwann hat mir das aber nicht mehr getaugt und ich habe mich dann auf die Seite gelegt, wie im Bett und konnte meine Beine um die andere Armlehne legen, sodass ich fast ein Bett hatte. Eines mit sehr vielen, sehr harten Kissen :D
Aber ich habe gut geschlafen, öfters auch mal ne Stunde durch, obwohl es extrem hell, laut und ziemlich kühl war. So gegen fünf wars dann aus. Dann wollte ich nicht mehr schlafen, weil immer mehr Leute kamen. Also habe ich meine Sachen gepackt und bin Richtung Dusche. Die war dann auch gleich frei und es war so schön nach dieser Nacht zu duschen :D
Nachdem ich mich fertig gemacht habe, habe ich meine Kiwi-Dollar noch umgewechselt und habe mich dann in ein Café gesetzt. Habe mir einen Smoothie gegönnt und einer meiner Nussriegel umd hab mebenbei Germany's Next Topmodel geguckt.
So um halb neun oder so bin ich aufgebrochen, um mir das Skybus Ticket in die Stadt zu kaufen. Mit dem gings dann in die City. Dann stand ich da in der Southern Cross Station und geh nach draußen und werde beinahe erschlagen von hohen Gebäuden und Unmengen an Leuten. Mein Hostel habe ich schnell gefunden und mein Gepäck dort verstaut. Dann gings los zur Stadterkundung. Melbourne schien mir gleich ganz schön zu sein und nicht so unglaublich unübersichtlich und hektisch wie Hongkong, aber trotzdem ist und bleibt es eine Großstadt und mittlerweile habe ich gemerkt, dass ich doch eher ein Dorfkind bin :D
Außerdem vermisse ich schmerzlich mein Neuseeland, wo einfach alles so viel gechillter ist :)
Jedenfalls bin ich zu den Queen Victoria Markets gelaufen. Das ist ein gigantischer Markt mit Klamotten, Krims-Krams, Souvenirs und dann frischem Obst und Gemüse und einem Gebäude mit Spezialitäten von Fleisch über Käse bis hin zu Wein oder Gebäck. Auf dem Obst und Gemüse Markt habe ich mir Weintrauben, die beim sröbern gleich verschlungen wurden, Bananen und Äpfel gekauft. Dann habe ich mir noch ein Borek gefüllt mit Kichererbsen gekauft. So yum!! Dannach habe ich einen kurzen Abstecher zum Aldi (ja Aldi!!) gemacht, war aber enttäuscht, weils da kaum Auswahl gab :( Bin dann in die australische Variante vom Countdown, Woolworths, und habe eingekauft. Dannach habe ich eingecheckt und habe micb dann fertig gemacht zum Sport machen. Ich muss nur einmal über die Straße und schon bin ich im Batman Park (toller Name!). Habe dort dann gesportelt und noch ein wenig die Sonne genossen. War dann kurz im Hostel und habe mich dann aufgemacht, um mit der Free Tram zu fahren. Die ist richtig cute und shippert einen um die ganze Stadt. Leider wurden wir aber irgendwo im Nirgendwo am Hafen nördlich der Innenstadt rsusgeschmissen. Vielleicht war es zu spät (18Uhr), sodass sie nicht mehr den Rundweg fährt, aber keine Ahnung.
Bin dann erstmal zum Riesenrad gelaufen, dass gleich dort war und habe dann meinen Weg über den Hafen zurück in die Stadt gemacht.
Im Hostel habe ich dann noch gegessen um dann gings in die Heia! Endlich wieder ein Bett!
Am nächsten Tag habe ich mich erstmal zum Shrine of Remembrance aufgemacht. In Christchurch wars die Bridge hier ist es der Shrine, der an die beiden Weltkriege erinnert. Hat beim hinlaufen ein bisschen was von Lincoln Memorial in Washington :D
Dannach bin ich durch den botanischen Garten zurück in die City gelaufen. Dort gings über den Federation Square zur Hosier Lane, wo alle Wände mit Grafitti besprüht sind. Zum Lunch bin ich dann durch die Degraves Street, wo einfach überall Restaurants sind und weiter in die Centre Plane. Konnte mich lange nicht entscheiden und bin dann bei einem hängen geblieben, wo ich eine Pizza Margharita gegessen habe. Für das, was am Ende auf dem Teller lag waren 13$ eindeutig zu viel. Aber naja hier hat man halt für die Lage mitgezahlt.
Dannach habe ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten abgeklappert und rumgelaufen. Am Abend bin ich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen: eine neue Stadt beim Joggen erkunden :)

Wintzpintz Teil er Queen Victoria Markets 💗

 Shrine of Remembrance

 Hosier Lane

 Kleine enge Gassen voller Restaurants!

 Chinatown!!

Melbourne by night <3

Montag, 03.04.2017

Family on tour

Am Mittwoch Morgen habe ich mich mit dem Bus nach dem Frühstück zum Christchurch Airport aufgemacht. Musste dann noch recht lange warten bis der Besuch aus Deutschland kam.
Es war irgendwie seltsam, dass sie jetzt in meinem Neuseeland sind 😀
Wir haben dann das Auto geholt (ich fungiere hier als Dolmetscher) und Mum hat sich gleich mal in den Linksverkehr gestürtzt. Dann ging es nach Wigram in mein Haus, geduscht alles ins Auto gepackt und los in die City.
Leider war das Wetter nicht so optimae, aber den Botanischen Garten kann nichts entstellen. Nach der kurzen City Tour haben wir uns dann zum ersten Ziel, Lake Tekapo aufgemacht.
Die anderen haben ganz schön mit dem Jetlag gekämpft, aber irgendwann haben wir es doch ans Ziel geschafft. Der Lake war schön wir immer, nur leider sind alle Lupinen abgeblüht. Nachdem wir kurz einkaufen waren sind wir in unsere erste Unterkunft. Die war richtig schön und modern! Am nächsten Morgen mussten wir dann zu den Eigentümern, um zu zahlen. Dort habe ich die Mum gleich mal vor einem überfreundlichem Hund gerettet 😀 Der Mann hat uns empfohlen auf unserem Weg nach Te Anau doch einen Abstecher zum Mount Cook zu unternehmen, da auch das Wetter noch aufklaren sollte. Gesagt getan. Wir sind dort ein Stück den Hooker Valley Track gelaufen, bis man einen unglaublich coolen Blick auf den Mount Cook hatte, außerdem NZ's höchster Berg. Danach mussten wir uns etwas sputen, um nicht zu spät in Te Anau anzukommen, da es ein sehr langer Weg war. Dort war unsere Absteige ein nicht ganz so luxoriöses Motel und deshalb haben wir auch außerhalb gegessen und sind in ein Café zum Abendessen. Von Te Anau ging es am nächsten Tag zum Milford Sound. Als ich im Dezember mit Annika dort war, war das Wetter ja eher schlecht und dadurch wirkte alles sehr bedrohlich und spooky. Wie es das Schicksal wollte hatten wir diesesmal Glück und erwischten wir unsere Bootstour einen der seltenen schönen Tage. Mit strahlendem Sonnenschein fuhren wir also durch den Milford Sound und machten uns danach auf nach Queenstown! In Q-town hatten wir die wohl schrecklichste Absteige, ein Hostel ohne Lüftung im Bad, stinkendem Flur und nicht wirklich einladenden Zimmern. Zum Essen sind wir abends in die City und haben den berühmten Fergburger am Strand verpseist. Yummy!! Endlich war man mal wieder in der City umgeben von vielen Menschen. Isi und Grazi haben sich gleich dem Souvenir-Shopping hingegeben.
Morgens gab es kostenlos Frühstück im Hostel (das einzig gute daran) und dann sind Grazi und ich zum AJ Hackett Büro, mit denen wir unsere Nevis Cliff Swing gebucht hatten. Die anderen sind mit der Gondel auf den Queenstown Berg gefahren und mit einer Art Sommerrodelbahn wieder runter. Isi hat noch einen Paraglide-Flug gemacht, nachdem sie von der Mum gezwungen wurde.
Jedenfalls mussten Grazi und ich noch einchecken und auf den Bus warten, der uns irgendwo in nirgendwo zu unserer Riesenschaukel gefahren hat. Wenn man die Station gesehen hat und wie tief es runterging wurde einem schon etwas anders. Wir haben dann unsere Sicherheitsdinger anbekommen und sind über einer Swingbridge zur Station gelaufen. Dort mussten wir noch mit ansehen, wie andere "gesprungen" sind, bis wir dann endlich da waren. Grazi hat ziemlich Höhenangst und war dem enetsprechend nervös, ich bekam hingegen immer mehr Lust mich in die Tiefe zu stürzen. Doch dann saßen wir in unseren kleinen Schaukeln und hangen über dem Abgrund. Wir haben sehr panisch rumgeschrien, bis uns der Typ endlich erlöst hat und den Knopf gedrückt hat. Man hat es garnicht so richtig mitbekommen, wie man 70m frei gefallen ist. Ich habe versucht zu schreien, aber es hat die Luft in meinen Mund gedrückt, sodass erst als wir uns ausgeschaukelten wieder ein Ton herauskam. Es war wirklich ein unglaublich cooles Gefühl und am liebsten hätte ich es nochmal gemacht 😀
Wir sind dann mit dem Bus zurück in die Stadt und haben dort die anderen im Fergbaker (Bäckerei-Ableger vom Fergburger) wieder getroffen und haben uns gleich was zum Essen gekauft.
Von Queenstown aus ging es weiter nach Wanaka. Es war geniales Wetter und wir sind ein bisschen durch die Stadt und am Lake gelaufen, mussten aber leider relativ schnell weiter, da es ja noch bis zum Fox Glacier an die West Coast ging. Dort haben die Anderen auch Bekanntschaft mit den Sandflies gemacht. Im Fox Glacier Village hatten wir einen hammer Blick auf den Mount Cook und ein richtig schönes Motel.
Am nächsten Morgen war das Wetter leider nicht so klasse, aber trotdem wolltten wir den Walk zum Glacier machen. Also sind wir dort hingefahren und es hat richtig geschüttet. Ausgerüstet mir Regenponchos, - jacken und Regenschirmen gings dann los durchs Geröllfeld. Wir waren schon alle klitschklatsch nass als wir an einen reisenden Bach kamen, der immer mehr anschwillte und nicht leicht zu überqueren schien, da die Steine weit auseinander und überschwemmt waren. Nach ewiger Diskussion haben wir es mit Hilfe eines Steckens doch irgendwie geschafft rüber zu kommen und nach oben zum Glacier Viewpoint zu gelangen. Der Blick war nicht besonders spektakulär und es hat immernoch geregnet. Die Wanderschuhe waren mittlerweile auch durchnässt, aber auf dem Rückweg haben sich Steine von einem Berg gelöst und sind mit viel Krach in unsere Richtung gedüst, sodass wir dezent Panik bekamen. Somit hatten wir wenigstens ein kleines Abenteuer und die nassen Sachen haben sich ein bisschen gelohnt.
Vor uns lag ein langer, langer Weg bis zum Abel Tasman National Park. Nach dem Franz Josef Village sind uns plötzlich zwei Kühe auf der Straße entgegen gekommen, aber immerhin liefen sie auf der richtigen Seite 😀
Die Fahrt hat eeeeeeewig gebraucht, aber irgendwann sind wir dann in Ngatimoti in unserem kleinen Farmhaus angekommen. Dorthin führte erstmal eine ewig lange Auffahrt über eine Brücke, die bei Regen überfluten kann.
Da wir kein Wland hatten mussten wir uns anderweitig beschäftigen und haben uns einen der zwei Filme angeschaut, diee auf deutsch gingen, nämlich Schweinchen Babe 😀
Für den nächsten Tag war eigentlich Regen vorhergesagt, aber wir wollten trotzdem im Abel Tasman wandern.
Das Glück war uns hold und das Wetter war blendend. Von Marahau aus haben wir ein Wassertaxi gebucht, dass uns nach Anchorage brachte von wo wir wieder zurück laufen wollten.
Die Fahrt mit dem Taxi war richtig hammer, da wir über das Wasser gerast sind 😀
Im National Park kommt man sich vor wie in Südostasien! Gelber Sand, türkises Wasser und tropische Vegetation. Bevor wir unseren langen Track gewandert sind, haben wir einen kurzen Abstecher auf einen Berg gemacht, von dem aus man einen schönen Ausblick hatte.
Dann gings los! Der erste Teil ging bergauf ohne Schatten, man kam sich vor wie im Süden (und einige von uns haben ganzschön geschnauft ;P).
Der Rest ging am Meer entlang durch den Wald. Das war richtig schön. Ich habe mich etwas abgesetzt, da mein Wandertempo für die anderen wohl docb zu schnell war und ich 15Minuten früher am Ziel war.
Die Wanderung hat etwa 4 1/2 Stunden und danach sind wir wieder in unser Farmhäuschen.
Am Dienstag hieß es dann "bye, bye South Island" 😞 Also sind wir durch Nelson (wo es überall Obstplantagen gab!!!!) nach Picton zum Ferry Terminal. Mal wieder bei gutem Wetter 😀
In der ersten Stunde der Fahrt, wo es noch durch die Marlborough Sounds ging standen wir oben draußen auf der Fähre. Später waren wir dann drinnen und dann Begann das Leiden! Es hat dieee ganze Zeit leicht geschaukelt, was sich negativ auf mein und das Wohlbefinden der Anderen ausgewirkt hat. Aber zum Glück war es nach 3 1/2 Stunden vorbei und ich war wieder auf der Nordinsel!!! Verrücktes Gefühl. In Wellington war es wieder mal regnerisch und die Leute von der Autovermietung hatten einfach mal kein Navi und wir mussten zum Flughafen fahren, um dort eines abzuholen -.-
Der Weg dorthin war ja nicht schwer, aber beim Parkplatz suchen sind wir dann in die Taxilinie gekommen und mussten irgendwie wieder raus. Wir waren etwas geladen, aber als wir dann das Navi hatten war alles wieder juud und wir steuerten Plimmerton, einen Vorort von Welly, an. Von dort ging es am Mittwoch weiter zum Tongariro National Park, wo wir unsere Tageswanderung das "Tongariro Alpine Crossing" machen wollten. Das Wetter sollte leider schlecht werden und wir haben schon Alternativpläne geschmiedet.
Am Morgen war das Wetter immernoch regnerisch und wir haben ewig diskutiert, was wir machen, ob wir es am Freitag machen, East Cape streichen, blablabla. Irgendwie sind wir trotzdem zum Carpark gefahren in der Hoffnung, dass eventuell doch ein Shuttle fährt, da eigentlich alle abgesagt wurden. (Kurze Erklärung: Man beginnt die Wanderung von einer Seite und läuft dann quasi zur anderen. Deshalb gibt es Shuttles, die einen nach oder vor der Wanderung zu einem Parkplatz fahren, je nach dem, wo man geparkt hat.)
Das Schicksal schickte uns ein holländisches Pärchen, die uns zum anderen Carpark mitgenommen haben, und so haben wir dann doch den Walk gemacht, obwohl das Wetter nicht gut war. In Wandermontur gings dann los. Erstmal gings im Nieselregen und Nebel bis zu einem Anstieg. Der war aber eigentlich noch easy mit vielen Treppen. Als es immer höher ging wurde es auch windiger und kälter und irgendwie gruselig. Man fühlte sich, wie Frodo, der den Schicksalsberg erklimmt, und der Mt. Doom war ja auch ganz in unserer Nähe nur hat man ihn im Nebel nicht gesehen. Es war gruselig zu wissen, dass er Neben dir ist und du ihn nicht siehst 😀
Nach diesem Anstieg dachten wir schon wir hätten es geschafft! Haha! Ees ging über eine lange, matschige Fläche und dann mussten wir erstmal schlucken, weil es nach oben ging. Und zwar richtig, ohne Treppen, über Geröll! Es wurde immer windiger und kälter und wir kratzelten den Berg nach oben. Zwischendurch hatte ich Todesangst, weil es so stürmisch und arschkalt war und man irgendwie diese Steine hochkommen musste und wusste, dass man nicht umkehren kann. Grazi und ich waren ein ganzen Stück vor der anderen und zum Glück waren noch andere vor uns dann hatte man nicht das Gefühl man ist als einziges so verrückt einen Berg bei so einem Wetter zu besteigen. Als wir am Gipfel waren ging es relativ steil einen langen Weg von Geröll und Asche nach unten. Zwei Jungs haben Grazi und mir geholfen, weil es uns öfter hingehauen hat 😀
Und dann plötzlich ist die Sonne durch die Wolken gebrochen und die Crater Lakes zeigten sich. Alle haben das total abgefeiert 😀
Wir hattten so ein Glück, dass auf dieser Seite des Berges des Wetter besser wurde und wir den langen, langen Weg nach unten wieder schön trocknen konnten. Schon kurze Zeit nach dem Aufstieg kam es einen schon wieder unwirklich vor 😀
Unten am Parkplatz hat Mum die Holländer und die zwei Jungs, die uns geholfen haben zum anderen Carpark gefahren und uns dann abgeholt.
Es ging dann weiter nach Taupo, wo wir in einem Motel mit einem superlieben Host waren, der sogar extra die deutsche Fahne rausgehangen hat 😀
Am nächsten Morgen gings in die Stadt und zum Spa Park, von wo aus der Walk zu den Huka Falls führte, bei denen ich ja bereits zweimal war 😀 Danach sind wir aber auch noch baden gegangen im natürlichen (und kostenlosen) Hot Pool! Das war sehr entspannend nach der Wanderung vom Vortag. Nach einem Picnic sind wir dann los Richtung Gisborne am die East Coast. Ursprünglich war der Plan ja das ganze East Cape am nächsten Tag abzufahren, aber das hätte sieben Stunden gebraucht!
In Gisborne waren wir in einem Holiday Park, der nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat. Gisborne insgesamt war etwas dodgy und kein Ort, an dem ich länger verweilen möchte. Aber am Samstag war Farmers Market (der sehr cool war!) den haben wir noch besucht, ein paar Souvenirs und Essen gekauft und dann Richtung Rotorua, da uns das Umfahren des East Capes zu blöd gewesen wäre.
In Rotorua haben wir uns im Kuirau Park die nach Schwefel stinkenden Thermal Quellen angeschaut und sind dann durch die Stadt gebummelt hin zum See. Und das Wetter war mal wieder blendend! Warum hatte ich nie so ein Glück?
Vorletzte Station war schon Matmata von wo aus die Touren zum Hobbiton Movie Set beginnen. Am Abend haben Isi, Grazi und ich noch Germany's Next Topmodel auf Mum's Pad geschaut 😀 Manche Dinge ändern sich auch im Ausland nicht!
Am Sonntagmorgen mussten wir dann um 9.00Uhr an der i-Site in Matamata sein, da von dort der Bus losfuhr.
Während wir gewartet haben, habe ich Henning, den ich im "Ugly House" kennengelernt habe, wieder getroffen! Das war richtig lustig und er war dann auch mit uns auf der Tour.
Mit dem Tourbus ging es dann auf die Alexander Farm, auf der das Hobbiton Set aufbaut ist. Nach dem Herr der Ringe Dreh wurde zwar alles abgerissen, aber für den Hobbit wieder aufgebaut. Zum Glück! Es sah alles soo süß und detailiert aus! Einfach genial! Man fühlte sich wie im Film mit den ganzen Hobbithöhlen und sogar den "Grünen Drachen", wo wir am Ende noch ein Bier bekommen haben. Unser Guide hat uns lustige Sachen erzählt, wie das es einen gab, dessen Job war jeden Tag Frösche aus einem Teich zu fischen, da sie den Dreh durchs quaken gestört haben 😀
Nach einem kurzen Stopp im Souvenirshop ging es wieder nach Matamata und von dort nach Pokeno! Zur größten Eiscreme NZ's!
Danach gings straight zur letzten Station nach Auckland, wo wir ins Hotel eincheckten und nachdem ich meinen Backpack sortiert habe, haben wir uns in die Stadt gestürtzt. Gingen die Queen Street auf und ab und haben uns dann so gefüllte Brezen reingehauen.
Am nächsten Morgen wurde dann alles gepackt und im IEP office dieser Eintrag veröffentlicht :)

Lake Tekapo

 Auf dem Weg zum Mount Cook

Milford Sound bei sonnigem Wetter!!

  Jup, das sind Grazi und ich in der NEvis Swing :D

Fox Glacier der Split Rock im Abel Tasman PArk

Sind mal kurz nach Thailand geflogen:D

 Paradise on earth

 Die Wanderung durch den Tongariro National Park

Da gings runter!

Glücklich, dass wir überlebt haben :D

  Der Weg nach unten, endlich mit Sonne!

 Baden in den heissen Quellen in Taupo

 Lake Rotorua

  Welcome to Hobbiton !!!

Ein letztes Eis vor Auckand in Pokeno :)

Dienstag, 21.03.2017

Last days in Christchurch

Nun ist es also soweit die letzten Tage in meinem schönen Christchurch haben begonnen. Ich sitze gerade in einem Café und genieße einen Smoothie während ich diesen Eintrag schreibe.
Letzten Sonntag, also am 12.3, hatte ich ein sehr erfreuliches Wiedersehen! Und zwar mit meiner Freundin Miriam aus Deutschland! Sie ist gerade ein paar Tage mit ihren eigenem Auto in Christchurch gewesen, bevor es dann weiter durch die Südinsel ging. Am Nachmittag habe ich dann zuhause leckere Rote Linsen-Bolognese mit Spaghetti gekocht, die wir dann zusammen gegessen haben. Es war so schön wieder ein vertrautes Gesicht zu sehen und einfach Erlebnisse auszutauschen, in der Vergangenheit zu schwelgen oder einfach über belangkose Sache zu quatschen ohne die immer gleichen Fragen zu stellen: Und wie lange bist du schon in NZ? Woher kommst du?... Blablabla 😀
Einfach wieder dummes Zeug labern! Yippie!
Wir haben uns dann auch nochmal am Dienstag nach meiner Arbeit getroffen und mussten uns danach wieder verabschieden. Das fiel mir schon ganz schön schwer, da ich wusste, dass ich sie erst Mitte Juli wieder sehen werde. Trotzdem war es eine schöne Abwechslung vom Alltag.
In meiner letzten Arbeitswoche wurde mir dann sehr viel Vertrauen geschenkt, da meine Kollegin, die normalerweise die Punnet-Maschine bediente, eine Woche Urlaub hatte. Daher wurde mir alles beigebracht, wie man die Maschine benutzt und den Papierkram ausfüllt.
Ich war dann quasi der Boss 😀 Hat auch alles sehr gut funktioniert, nur beim "füttern" der Punnets muss man noch konzentrierter sein und daher war ich auch recht verspannt, das führte gepaart mit dem Stehen zu ziemlich krasse Rückenschmerzen.
Gestern, also am 18.3, war mein letzter Arbeitstag. Er hörte auf wie vor genau 6 Wochen alles begonnen hat: Paprika eitüten!
Meine Gefühle waren mal wieder zwiegespalten: zum einen war ich froh, dass ich nicht mehr früh aufstehen, den ganzen Tag in der Kälte und generell arbeiten muss. Zum anderen waren meine Kollegen alle sehr nett und die Arbeit hat auch Spaß gemacht. Jedenfalls habe ich jetzt erstmal genug Geld, um meinen Urlaub in Aussie zu genießen!
Heute habe ich mich dann also nach Riccarton aufgemacht, ein Stadtteil westlich vom City Centre, wo ich noch nie war aber schon immer hinwollte.
Eine Stunde bin ich dann zur Westfield Riccarton Mall gelatscht, wo ich eigentlich eine NZ Flagge kaufen wollte mir dann aber 9$ zu teuer waren. War dann im Pak'n'Save Äpfel, eine Zwiebel für mein indisches Dal heute Abend und Peanut Butter kaufen, weil die schneller zur Neige geht als ich dachte 😀
Nach meinem Smoothie habe ich mich zum Riccarton House & Bush aufgemacht. Das Riccarton House ist eben ein historisches Gebäube mit einem wunderschönen Park drumherum. Christchurch ist nicht umsonst die "Garden City". Dort ist auch der Riccarton Bush, ein ruhiger Wald inmitten der Stadt!
Und das Wetter war auch richtig genial am dem Tag.
Selbst nach 5 Monaten hier in Chch entdecke ich immernoch neue Orte!
Ich bin dann noch ein bisschen die Riccarton Road auf und ab gelatscht und mich nicht verführen lassen von irgendwelchen Köstlichkeiten, ich wollte meinen Hunger für Abends aufsparen.
Bin dann mit dem Bus zurück nach Hause, wo ich mich dann meinen Dinner Preparations hingegeben habe. Es hat sich angefühlt wie so ein klassischer Sonntag: Ausflug und leckeres Essen 🙂

Montag war dann ein bisschen putzen angesagt. Der Rest des Tages verlief doch eher sehr ruhig. 
Dienstag war dann nochmal Programm angesagt. Erstmal bin ich mit dem Bus zu Ryan Recruitment gefahren, um meine Safety Gear abzugeben. Danach bin ich weiter in die Fendalton Library, um diesen Eintrag zu schreiben und endlich mal wieder mit Bildern zu füttern :)

Dann bin ich noch zum Café Berlin. Dort wollte ich schon die ganzen 5 Monate hin! Das ist ein Café von zwei Deutschen und die verkaufen dort alles Mögliche von deutschen Süßigkeiten, Fertiggerichten über verschiedene Würste, Käse und Gebäck bis hin zu Quark (yey) alles! Habe mir eine Breze, Hanuta und Quark gekauft. Das habe ich dann zuhause verspeist. Die Breze war sooo unglaublich lecker! Laugengebäck vermisse ich schmerzlich! Der Quark hatte eine andere Konsistenz als zuhause und hat leider mehr nach Cottage Cheese geschmeckt, aber war trotzdem lecker. Den Rest des Tages habe ich Wäsche gewaschen, gepackt, Sport gemacht und Friends angeschaut. Nun ist mein letzter Tag hier also vorrüber. Let's see what the future brings!

In Arbeitsmontur :D

The mighty Punnet-Machine!

Mein Arbeitsplatz

Endlich mal wieder ein vertrautes Gesicht :))

Riccarton House

Riccarton Bush

Donnerstag, 23.02.2017

Der Alltag ist da! :)

Wie gewünscht Onkel Manni ein neuer Eintrag :D

Die letzten Tage verliefen dann doch immer sehr gleich. Um 7Uhr beginnt die Arbeit, deshalb nahm ich um kurz vor 6 den Bus. Ich packe jeden Tag Tomaten ein, genauer gesagt schließe ich diese Plastikverpackungen. Der Job macht eigentlich Spaß und die Leute sind richtig nett und wir hören die gamze Zeit Radio, aber da ich mindestens 8 Stunden stehe tut einem der Rücken schon leicht weh. Am Montag, dem 6. Februar, war ja Waitangi Day, also ein Feiertag und somit keine Arbeit. Falls ihr euch noch erinnert war ich ganz früh auf meiner Reise in Paihia auf den Waitangi Treaty Grounds, wo eben der Vertrag zwischen den Maori und den Europäern unterzeichnet wurde und es seitdem der Nationalfeiertag von Neuseeland ist. Am Dienstag habe ich mich sogar mit dem Fahrrad aufgemacht. Keine gute Idee, denn es brauchte 45 Minuten und war ein ganz schrecklicher Weg, weshalb dieser Plan geditched wurde und ich jetzt immer Bus fahre. Samstag Abend war ich im Hagley Park auf dem Night Noodle Market und Sparks, da hat das Orchester von Christchurch gespielt. Es war aber irgendwann zu kalt, cool war es trotzdem.

Der Alltag hat mich fest im Griff, doch meine Situation hat sich gebessert! Denn seit Mittwoch letzter Woche wohne ich in einem anderen Haus! Am Montag war ich also bach der Arbeit in Wigram (einem Stadtteil von Christhurch, der um einiges näher an meiner Arbeit ist) und habe das Haus besichtigt. Die Umgebung allein ist schon sehr anders als in Phillipstown, das ein etwas dodgy place ist. Wigram hingegen ist sehr neu, viele gutverdienende Asiaten mit perfekten, modernen Hightech-Häusern wohnen hier. Aber das ziehe ich dem "Ugly House" sehr vor. Ich habe ein phillipinisches Pärchen als Mitbewohner, die mögen es glaub ich auch sehr sauber, muss mich also ganz schön umstellen :D
Als ich dort war hat man in der Ferne schon krass viel Rauch über den Port Hills gesehen und wie ich erfahren habe brannte es dort schon länger. Das Feuer wurde mit den Tagen auch schlimmer und ein Feuerwehrhubschrauberpilot (ich liebe Deutsch allein schon wegen Wörtern wie diesem) ist leider gestorben und viele Häuser zerstört worden, aber nachdem es etwas geregnet hat ist es zum Glück erloschen.
Jedenfalls konnte ich es kaum erwarten aus meinem miefigen Loch auszuziehen und deshalb habe ich am Mittwoch Sack und Pack genommen und bin weg nach Wigram. Meine Mitbewohner haben mich glücklicherweise abgeholt. Da das Schicksal es bekanntermaßen nicht besonders gut mit mir meint musste es natürlich auch wieder etwas Negatives geben. Leider lag es diesmal an meiner Blödheit, denn ich habe mein Fahrrad vor dem Haus, zwar hinterm Zaun, stehen gelassen und so war es am Dienstagmorgen verschwunden. Es ist mir zwar ein Rätsel welcher Vollidiot ein abgeschlossenes, ziemlich kleines Fahrrad durch die ganzen Autos die da immer stehen zwängt, aber diese Person existiert und hat mich um 90$ erleichtert. Danke!
Meine erwarteten 5 Minuten, die ich zur Arbeit brauche sind nun 20 Minuten, da ich laufen muss. Naja, laufen ist gesund...
Jedenfalls ist mein neues Heim der hammer! Mega modern und ruhig! Keine bekifften oder besoffenen Leute, die Lärm machen, obwohl man dringenst schlafen müsste. Ein eigenes, sauberes Bad ohne Warteschlange und hochgeklappten Klositz! Das beste ist einfach die Privatsphäre, die man auf Reisen in Hostels nicht gerade oft hat, die Freiheit tun und lassen zu können wann und wie man will ist herrlich!
Mittlerweile fühlt sich der Gang zur Arbeit morgens so an, wie damals zur Schule. Die Luft riecht morgens genauso :D
Es ist jetzt weniger als ein Monat bis Mutti, Schwesterherz Isi und Grazi (Freundin von Isi) kommen und da ist es gut, wenn die Tage schnell vergehen. Mit ein paar extra Stunden und arbeiten am Samstag funktioniert das auch ganz gut.
Ich habe kürzlich erst die Fastnacht in Franken geschaut und da beginnt man die Heimat zu vermissen. Wie gerne hätte ich mir zuhause mit der family den Umzug angesehen und mir dann Wiener, Brezel und Krapfen reingehauen! Ich habe es vermutlich schon oft erwähnt, aber wenn man soweit weg ist weiß man so kleine Dinge richtig zu schätzen.
Trotzdem freue ich mich jetzt erstmal auf den Besuch und dann auf Aussie!!! Am 3.4 geht's von Auckland nach Melbourne! Ich bin so aufgeregt!

Sonntag, 05.02.2017

Ereignisreiche Wochen

Am Montag (vor zwei Wochen :D) wurde ich um 6:40Uhr unliebsam von meinem Handy geweckt und man hat mir gesagt, dass ich ganz in der Nähe als TC arbeiten könnte. Also schnell fertig gemacht und dann zum Treffpunkt. Nachdem ich dann aber über eine Stunde vergeblich auf irgendjemanden gewartet habe, wurde mir gesagt, dass der Job abgesagt ist. Also ging es wieder nach Hause. Aber anscheinend werde ich für 4 Stunden trotzdem bezahlt, weil ich da war. Immerhin 64$ verdient. (Update: ich wurde nur für eine Stunde bezahlt!) Als ich schon wieder eine Existenzkrise durchlebte wurde mir abends gesagt, dass ich bei einer Firma arbeiten könnte, die Container ausladen.
Am Dienstag bin ich dann also mit Sören, Henning und Nicole dort hingefahren. Zuerst mussten Nicole und ich einem helfen einen Container mit allem möglichen Kram und sehr vielen Ikea-Paketen auszuräumen. Habe nun eine dezente Abneigung gegen IKEA 😀 Irgendwann gegen Ende haben die dann eine Spinne im Container entdeckt. Zuerst dachten sie es wäre eine Schwarze Witwe, es war dann letztendlich aber eine australische Redback. Nicht gerade besser 😀 Jedenfalls haben sie die Spinne dann tot gesprüht und den Container erstmal verriegelt. Wir sind dann weiter und haben Stühle und Tische ausgeräumt und dann kam die wohl grässlichste Aufgabe überhaupt: Wir haben etwa 6 Stunden lang eine (deutsche!) Küche ausgeladen, wobei manche Teile doppelt so groß waren wie ich! Es hat so ewig gebraucht und wir mussten jedes einzelne Teil mit so einer blöden Sackkarre rausfahren und manchmal mit dem Rücken stützen. Als letztes mussten wir dann den Container, den wir am Anfang ausgräumt haben wieder einräumen. Am Ende hatten wir einfach keine Kraft mehr, das war echt krass. Am Mittwoch brauchten die Leute von der Firma uns Mädels nicht mehr und so hatte ich wieder keinen Job. Mein Rücken tat einfach so unglaublich weh nach dem ganze Rumtragen von dem schweren Zeug 😞
Nachmittags kam ein Freund aus alten Christchurch Tagen vorbei und da ich keinen Job in Aussicht hatte bin ich mit ihm auf einen kleinen Trip nach Hanmer Springs gefahren.
Am Freitag gings dann mit meinem guten, alten Intercity-Bus wieder zurück nach Hause nach Christchurch.
Am Samstag musste ich dann morgens zu einer Induction zu AWF (Recruitment Agency) ins Büro, da ich am Montag einen neuen Job beginnen sollte.
Montag morgen sollte ich um 5:30Uhr also bei Wattie's in der Fabrik anfangen, kleines Problem: ich hatte keine Ahnung, wie ich dort hinkommen soll, da es zu Fuß 3 Stunden sind, ich kein Auto habe und so früh keine Busse fahren. Da lobe ich mir echt das deutsche System mit den Bussen, die die Arbeiter zu den Schichten fahren. Bin also extra früh aufgestanden, um mir ein Ubertaxi zu nehmen. Das sind quasi private Taxen und sind günstiger. Glücklicherweise war sogar einer in meiner Nähe und so kam ich gemütlich, überpünktlich an. Schon von außen konnte man riechen, dass es eine Essens-Fabrik war. Musste dann aber noch eine halbe Stunde warten, bevor ich zu der konnte, die mir meine totschicke Arbeitskleidung gegeben und mich eingewiesen hat. Dann ging es also mit Haarnetz, Gehörschutz, Overall und Gummistiefeln zur Frozen Vegetable Area. Erstmal musste man durch die Verarbeitungsanlage und bähh da hats gestunken nach Erbsen und so. Jedenfalls kam ich dann an und wurde eingewiesen in meine Aufgaben. Ich kam mir irgendwie vor wie in einer Folge Sendung mit der Maus, wo sie zeigen, wie irgendetwas hergestellt wird 😀
Also alle halbe Stunde hat man seine Aufgaben rotiert und ich musste einmal Bohnen die durch ein Rohr kamen abwiegen in ihren Kisten und dann aufs Fließband wo ich dann später die Kisten zumachen musste nachdem sie über ein Rüttelband gefahren sind und durch die Tapemaschine schicken musste. Manchmal waren die Kartons ganz schön gartnäckig, weil einfach zu viele Bohnen drinnen waren. Die letzte Aufgabe war dann die Kartons falten und die Plastiktüten reinwerfen. Sehr stupide und monotone Arbeit, aber durch das ständige Wechseln und die recht häufigen Pausen ging der Tag schnell rum. Zurück konnte ich dann den Bus nehmen.
Am Dienstag konnte ich dann wieder mit zu Conroys (Umzugsfirma) und ich konnte es nicht glauben, aber wir mussten auch diese Woche wieder Küchen ausräumen! Yuhu! Es war richtig heiß an dem Tag, aber trotzdem hatte ich ertaunlich gute Laune und war motiviert.
Während der Mittagspause ist mir dann leider aufgefallen, dass meine Wasserflasche ausgelaufen ist und mein Kiwi Handy kaputt war. Na klasse...
Nach 8Stunden Küchen ausräumen dachte ich eigentlich der Tag wäre erledigt, aber weit gefehlt! Ich musste noch weitere 3 Stunden Container aus- und einräumen! 11Stunden arbeiten, ich kann sagen, dass ich danach echt tot war. Aber immerhin habe ich einen Haufen Geld verdient! Am Mittwoch ging es dann wieder zu Wattie's. Diesmal konnten mich zum Glück zwei aus dem Haus mitnehmen! Dieses Mal waren Erbsen dran. Auch nicht gerade mein Lieblingsgemüse. Grundsätzlich war es genau das gleiche, wie mit den Bohnen nur, dass ich am Anfang auch mal alles, was keine Erbsen waren aussortieren musste. Das war vielleicht kalt 😀
Nach diesem Arbeitstag (außerdem bis 14Uhr) bin ich zum Warehouse, um mir ein neues Handy zu kaufen. Ich nenne jetzt stolz ein superfesches Alactel Pixi mein Eigen!
Donnerstag konnten wir dann wieder zu Conroy, obwohl man uns am Mittwoch noch gesagt hatte, dass sie keine Arbeit fü uns hätten. Es ist manchmal sehr nervig mit diesen Agencies...
Der Arbeitstag war für mich aber nur 6Stunden lang und sehr gechillt (und auch das Wetter war a**kalt), fast nur Sachen abhaken und ein paar Kartons ausräumen.
Das Arbeitsglück war mir diese Woche hold und so konnte ich am Freitag wieder arbeiten! Und zwar wieder wo anders, bei Turners&Growers, einem Obst und Gemüse Packhouse. Mein Schichtbeginn war zu einer sehr humanen Zeit: 9Uhr. Bin also mit dem Bus hingefahren.
Mittlerweile kaufe ich nur noch das Child Ticket, weil mir letztens aufgefallen ist, dass ich als Kind durchgehe! Einfach praktisch so klein zu sein 😀
Als ich dann ankam hatte ich eine kurze Induction und konnte dann gleich loslegen mit Paprika einpacken. Was hier um einiges angenehmer war, im Gegensatz zu Wattie's ist, dass es nicht so laut ist, dass man Kopfhörer tragen muss, Musik läuft und ich Paprika einpacken konnte, die ich bekanntermaßen liebe!
Die Arbeit war wieder sehr monoton und da man die ganze Zeit über dasselbe machte verging die Zeit auch nicht besonders schnell, aber nach 7 Stunden war es schon erledigt.
Nach der Arbeit habe ich mein Fahrrad, dass ich auch TradeMe (NZ ebay) gekauft habe, abgeholt. Die Frau war sehr nett und das Fahrrad ist gut, nur ist der Sattel noch so niedrig, dass mir die Knie beim nach Hause fahren richtig wehgetan haben! Das muss ich noch beheben, denn eigentlich wollte ich am Samstag damit zur Arbeit fahren, aber es war mir dann doch zu blöd.
Am Samstag bin ich dann also wieder mit dem Bus zur Arbeit und nach einer Zeit hat mich der Boss gefragt, ob ich nicht länger bleiben möchte!
Anscheinend habe ich einen recht guten Eindruck hinterlassen 🙂 Also habe ich jetzt einen festen Job! WUHU!
Ich bin dann vom Paprika packen zu einer anderen Station geschickt worden, nämlich Tomaten in so Plastikböxchen verpacken. Erst hat die Frau neben mir die Tomaten in den Behälter getan und ich habe dann ganz schnell die Packung am Laufband zu machen müssen. Das war manchmal richtig stressig! Aber irgendwie hat es auch Spaß gemacht. Als das dann fertig war und die Paprika verpackt waren, mussten wir noch gelbe Paprika sortieren und das wars dann. 8 Stunden Arbeit am Samstag, ich freue mich schon richtig auf Mittwoch, das ist Payday!
Abends war ich dann noch mit ein paar Leuten feiern, habe aber keinen Tropfen Alkohol getrunken, dafür wollte ich mein harterarbeitetes Geld nun wirklich nicht ausgeben 😀
 
Zwei Wochen in einem Bild. (Sorry ich kann bald nicht mehr viele Bilder hochladen :( )
 
Freitag, 20.01.2017

Waiting for work

Seitdem ich am Mittwoch im Haus angekommen bin habe ich mich schon mehr daran gewöhnt. Die Leute, außerdem so gut wie nur Jungs, sind alle nett und für 100$ die Woche kann man gegen die Miete nichts sagen. Eigenes Bett, Dusche, Waschmaschine, Toast, Milch und Eier sind auch frei. Meine Zimmergenossen sind nett und gottseidank ist es jetzt so warm, dass ich nicht mehr in Mütze, Jacke, langer Hose und Socken schlafen muss! Ein Traum!
Etwas, was mich aber mega aufregt ist, dass die Leute im Haus jede Nacht Party machen und dass heißt vorallem Lärm! Vielleicht bin ich da auch einfach etwas zu lahm und brav, aber mich stört das doch etwas.
Am Freitag haben wir uns bei der Firma AWF eingeschrieben und am Mittwoch hatten wir dann unseren Kurs, um Traffic Controller zu werden. Hatten nach jeder Lektion einen kleinen Test und jedes mal war ich als erste fertig und hatte alles richtig. Da hab ich mich auch gefühlt "like a boss" :D Aber die Tests waren ja auch echt easy.
In meiner viel zu viel vorhandenen freien Zeit mache ich hauptsächlich Sport im Hagley Park, gehe in die library, gehe einkaufen oder schaue Masterchef Australia. Vorallem laufe ich so viel! Alleine vom Haus in die Stadt sind es hin und zurück fast 2 Stunden und das jeden Tag. Einmal war ich abends mit ein paar Jungs auf den Port Hills (Stadtteil) und wir hatten einen richtig coolen Blick auf das nächtliche Christchurch. Außerdem war ich sonntags jetzt immer beim "Lazy Sundays" im Botanischen Garten. Da spielen Bands am Nachmittag kostenlos ein Konzert. Beim ersten mal wars eine Folkrock Band und beim zweiten mal eine Jazz Band, das ist richtig cool und beides Mal war das Wetter hammer! Muss sogar zugeben, dass ich langsam echt Gefallen finde an Jazz Musik, obwohl das immer ein No-Go für mich war!
In der nächsten Woche war ich dann bei diversen Recruitment Agencies und eine war auch sehr vielversprechend! Am Donnerstag war ich dann sogar bei einer, um meine Arbeitskleidung abzuholen und am Abend habe ich dann gleich einen Job für den nächsten Tag bekommen. Der einzige Haken: ich muss um 6Uhr da sein, dass heißt um 4:30Uhr aufstehen. Leider war meine Nacht nicht wirklich erholsam, da ich ewig nicht einschlafen konnte und sehr oft aufgewacht bin. Trotzdem ging es früh los, habe mich fertig gemacht, gefrühstückt und Lunch eingepackt. Glücklicherweise musste ich nicht alleine zu meiner Arbeitsstelle laufen, da Linda (eine aus dem Haus) auch arbeiten musste. Um 6Uhr waren wir dann da und dort haben schon die anderen gewartet. Wir wurden dann in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils mit einem SMTS (Supervisor) mitgegangen sind. Haben erstmal Schilder und so auf den Truck geladen und sind dann zur ersten Stelle. Dort haben wir alle Schilder und Hütchen aufgebaut und während so Leute irgendwas mit den Kanälen gemacht haben, habe ich mitgeholfen beim Kontrollieren des Verkehrs. Ich musste also mein "Stop'n'Go" Schild halten! Und es war echt ganz schön langweilig, weil die Siedlung nicht sehr stark befahren war. Das haben wir dann noch an einer anderen Stelle gemacht und danach alles wieder abgebaut. Die nächste Stelle hat kein "Stop'n'Go" gebraucht und so wurden wir fürs rumstehen bezahlt. Eigentlich sollten wir noch woanders hin, aber nachdem wir ewig gewartet haben wurde es doch abgesagt. Nunja so alles in allem kann man den Job so beschreiben: bezahlte Langeweile und zu frühes Aufstehen.
Geld ist Geld.

So was aber viel wichtiger ist, dass ich nun schon über die Hälfte meines Abenteuers hinter mir habe. In weniger als 6 Monaten bin ich schon wieder in Höchstadt.
Ehrlich gesagt macht mich diese Vorstellung richtig traurig, weil ich mein kleines Neuseeland mittlerweile ins Herz geschlossen habe mit allen seinen Facetten. Auch wenn ich einige schlechte Erfahrungen hatte, überwiegen die guten doch extrem. Ich habe mich einfach so an alles gewöhnt, sei es der Kiwi-Slang, der Riesen Pak'n'Save oder einfach das auf sich gestellt sein. Ich bin also gespannt was mich in der zweiten Hälfte meines Kiwi-Jahres noch erwartet!

The "Ugly House"

 

Mein liebes Christchurch von den  Port Hills aus ❤

Mein Zimmer! Ja es ist unordentlich, aber mittlerweile habe ich ein Kissen und zwei Decken :D

 I take my job very seriously :P Am Ende des Tages hatte ich "Helm-Haare" :/

Mittwoch, 04.01.2017

Merry Christmas and a Happy New Year

It's Christmas Time!
An Weihnachten habe ich am Morgen erstmal mit meinen Freunden geskypet und Annika hat leckere Plätzchen gebackeb. Das skypen war zwar etwas chaotisch, aber richtig schön alle wiederzusehen. Nachmittags haben wir nach dem Großputz die Fahrräder ausprobiert, da wir noch in die Stadt mussten. Der Sattel von Annikas abgespaceten Rennrad klappt immer nach hinten und bei mir ist die Stange in der Mitte so hoch, das ich kaum vom Fahrrad komme. Aber mit einem fahrbaren Untersatz kommt man doch schneller ans Ziel und erstaunlicherweise sind wir auf den Straßen von Christchurch noch nicht gestorben.
Jedenfalls sind wir in die South City Mall und haben einen kleinen, süßen Plastikweihnachtsbaum gekauft, um wenigstens etwas Weihnachtsgefühle zu versprühen. Außerdem haben wir noch Geschenke für uns geshoppt.
Zurück im Haus habe ich begonnen das Weihnachtsessen vorzubereiten. Gegen 17Uhr kam Cheyenne, die wir damals in Dunedin kennengelernt haben. Sie hat mit uns zusammen Weihnachten gefeiert. Erst waren wir gemütlich im Wohnzimmer beim brennenden Ofen relaxed und Plätzchen gemampft. Später haben wir dann mit dem Essen begonnen. Als Vorspeise gab es meine Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen. Es war wirklich ein Act diese zuzubereiten, weil der Mixer in dem Haus nicht wirklich optimal funktioniert, aber dafür war das Ergebnis unglaublich lecker. Ich muss mich selber loben :D
Als Hauptspeise hatten wir Kartoffelgratin, gebratene Pilze und ich noch Salat mit Avocado. Auch sehr lecker. Mein Highlight war aber mein tolles Bananen-Beeren Parfait! Die anderen beiden hatten noch Schokomousse, das Cheyenne mitgebracht hat, aber ich wollte mir nicht noch mehr Zucker einflößen. Nach dem Essen haben wir noch über Youtube "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" geschaut. Der Film gehört zu Weihnachten, wie "Last Christmas" :D
Als Cheyenne dann leider gehen musste, um ihren Bus zurück zum Hostel zu erwischen, gab es für Annika und mich noch Bescherung! Ich habe ihr Hot Chocolate von Cadbury und TimTams gekauft, was im Nachhinein echt mikrig ist, weil sie mir Pesto, einen kleinen Conditioner und einen Regenschirm geschenkt hat!!
So ging mein erstes Weihnachten away from home zu Ende. Es war anders, aber wirklich schön.
Der 1. Weihnachtsfeiertag begann wieder mit skypen! Diesmal mit meiner Family. Dank Skype konnte ich bei der kompletten Bescherung dabei sein :D
Der Rest des Tages war sehr gechillt. Habe mir diverse Filme reingezogen (wie "Schlaflos in Seattle) und abends haben wir dann selbstgemachte Pizza gemacht. Mein Teig ist leider nicht so aufgegangen, wie ich mir das gewünscht habe, aber alles in allem war die Pizza richtig gut.
Der 2. Weihnachtsfeiertag unterschied sich nicht wirklich vom 1. Morgens habe ich wieder geskyped und den Tag über ist nicht viel spannendes passiert, aber abends habe ich indisch gekocht. Und was soll ich sagen, ich entwickle mich zum Meisterkoch, weil meine Linsen und besonders mein Naan-Brot einfach nur yum waren! :D
Juhu, juhu es ist endlich warm!
Am Dienstag sind wir deshalb nachmittags zum Strand nach New Brighton gefahren. Es war zwar warm, aber auch si windig, dass wir komplett vom feinen Sand umhüllt wurden. Und Sand wird man nicht so schnell wieder los! Trotzdem war es richtig entspannend und schön bei rauschenden Wellen in der Sonne zu liegen. Nachdem wir uns provisorisch vom Sand befreit haben und den 600m langen Steg hoch und runter gelaufen sind ging es zurück nach Hause.
Am Mittwoch war es dann schon wieder aus mit dem schönen Wetter. Wir sind aber trotzdem in die Innenstadt gefahren, waren im Museum und sind durch Geschäfte gebummelt. Danach waren wir noch schnell einkaufen. Am Donnerstag wollten wir eigentlich beide nach Akaroa auf die Banks Peninsula fahren, aber Annika ist dann doch alleine, weil ich (falls ihr euch noch erinnert) ja schon dort war und es mir bei dem schlechten Wetter nicht wert war Geld für das Shuttle auszugeben. Während Annika also eine Bootstour in Akaroa gemacht hat, habe ich mich mal wieder mit dem Thema Studium beschäftigt und endlich mal meine Bilder von der Kamera in der library sortiert.
An Silvester hatten wir dann mal wieder was vor! Abends haben wir selbstgemachte Wraps gegessen, haben "Dinner for one" geschaut und gegen 21Uhr sind wir in die Stadt gelaufen. Im Hagley Park gab es eine große Feier mit Live-Band. Die erste Band war richtig cool, was so eine Folk Band und hat gute Laune gemacht. Die zweite war dann sehr rocklastig und hat gespielt bis ein paar Sekunden vor 12!
Dann ging alles ganz schnell, Countdown und schwups war schon 2017! Es gab dann noch ein schönes Feuerwerk. Dieses Jahr war das erste Mal, dass ich Silvester nicht zuhause oder bei Freunden war. Ziemlich interessant mal mit so vielen Menschen das neue Jahr zu begrüßen. Nachdem die Band noch ein paar Lieder gespielt hat, war die Feier zu Ende und Annika und ich haben uns auf die Suche nach einer Bar gemacht, um auf neue Jahr anzustoßen.
Sind auch irgendwann fündig geworden und haben uns in einer ziemlich fancy Bar einen Cocktail gegönnt! Ich habe einen Cocktail mit Erdbeere und Annika einen mit Schokolade genommen. 
Auch wenn sie nicht wirklich gross waren, waren wir danach schon heiter und sind entspannt eine Stunde lang nach 
An Silvester wird man ja immer so schrecklich melancholisch und lässt das vergangene Jahr Revue passieren. Es war für mich ein ziemlich spannendes Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und großen Ereignissen. Angefangen mit Abitur und dann die Erfüllung meines großen Traumes nach Neuseeland zu gehen. Die Gewissheit, dass ich über die Hälfte von 2017 hier sein werde ist manchmal leicht beängstigend, aber vermutlich wird die Zeit schneller vergehen als man denkt.
Am 1.1 war es dann so richtig heiß, sodass wir den ganzen Tag draußen verbracht haben. Also ehrlich gesagt könnte man sich daran gewöhnen im Sommer Neujahr zu haben :D
An unserem letzten Abend waren wir dann nochmal essen, undzwar indisch! Das war richtig lecker und ein guter Abschluss unserer gemeinsamen Zeit. Am letzten Morgen haben wir uns dann verabschiedet und sind unserer Wege gegangen. Annika verbringt noch ihre letzten Tage im Abel Tasman National Park und auf der Südinsel und ich habe mich zu meinem Job begeben.
Hab natürlich erstmal den falschen Bus genommen, kam dann aber doch irgendwann am Haus an.
Hatte ja keine Ahnung was mich erwartet und als ich reinkam hat mir der Hausherr, der irgendwie alles organisiert, mir aber nicht so ganz koscher vorkommt, hat mir alles erklärt und mein Zimmer gezeigt. Das besteht aus drei Matratzen. Komfort ist etwas anderes, aber es genügt. War am Anfang geschockt, weil nur Jungs da waren, später habe ich dann aber doch noch ein Mädchen entdeckt. Am ersten Tag sind wir zusammenzur Recruiting Company gefahren, um uns dort registrieren zu lassen.
Ich hoffe ich bekomme den Job als Traffic Controller (dass heißt "Stop'n'Go" Schildern halten) wirklich bekomme. Vermutlich werde ich aber nicht meine ganzen drei Monate dort arbeiten, zumindest möchte ich nicht so lange in diesem Haus wohnen. 
Am Montag soll es angeblich losgehen, ich bin gespannt und halt euch auf dem laufenden.

 

Christmas in a nutshell :)

Freie Tage genießen am Strand und im Garten :)

Happy New Year!

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